KonferenzArena 2017 bot Themen- und Ausstellervielfalt

Brisante und spannende Themen, ein vielfältiger Market Place und Networking haben die KonferenzArena 2017 am 25. Januar 2017, die Fachveranstaltung der Kongress- und Eventbranche, geprägt. Auf der Arena-Bühne im Zürcher Kongresshaus präsentierte Röbi Koller unter anderem MCH Group-CEO René Kamm mit einem Blick in die Zukunft des Live-Marketings, Adrian Zemp von der Stadtpolizei Zürich zum Crowd Management der Stadt Zürich und den Lichtkünstler Gerry Hofstetter.

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Auf der Arena-Bühne präsentierten sich hochkarätige Speaker mit vielfältigen Themen, Foto: KonferenzArena GmbH

Während des Medienroundtables entwickelte sich eine angeregte Diskussion darüber, welche Auswirkungen das revidierte Korruptionsstrafrecht auf Veranstaltungen, Sponsoring und damit verbundene Einladungen an Entscheider in Wirtschaft, Politik und Sport haben. Eine spannende Auseinandersetzung boten der Aroser Tourismusdirektor Pascal Jenny, der Swisscom Group Compliance Verantwortliche Mate Soso und Dominik Leonhardt von MICExperts (Kuoni Reisen) zu dem seit Mitte 2016 geltenden revidierten Korruptionsstrafrecht. Im Vordergrund stand die Problematik von Veranstaltungen, Sponsoring und damit verbundener Einladungen an Entscheider in Wirtschaft, Politik und Sport und dem entsprechenden Compliance-Management in Unternehmen.

Pascal Jenny machte deutlich, dass sich die Situation grundlegend verändert hat. Bei den Events, wie zum Beispiel dem Humorfestival, bei denen Arosa Tourismus involviert sei, ist man dazu übergegangen, klare Gründe zu formulieren, wieso man jemanden einlade. Dazu gehöre zum Beispiel auch die Option, dass geladene Gäste nur das Ticket beziehen und die Übernachtung selbst bezahlen können. Damit sei die Möglichkeit geschaffen, dass von den Compliance-Regeln abhängige Wertegrenzen nicht überschritten würden. Diese liegen bei der Swisscom bei einem Gegenwert von CHF 100.-, erklärte Mate Soso und verwies auf eine sehr restriktive Regelung innerhalb des Kommunikationskonzerns wenn es um die Annahme von Einladungen geht.

Grundsätzlich müssten die jeweils Vorgesetzten entscheiden, ob die Einladung dem Unternehmen zu Gute kommt und in Einzelfällen übernehme die Swisscom dann selbst die Kosten zum Beispiel für Flug und Übernachtung. Einig waren sich alle mit Dominik Leonhardt, dass sich die Einladungskultur sehr gewandelt habe. Er sei froh, dass es die Compliance-Regeln gebe, denn sie hätten dazu geführt, dass dem Eingeladenen über emotionale und kreative Elemente ein Mehrwert geboten werde, der dem Unternehmen nützt, das er vertritt. Dabei gehe es nicht um den Frankenwert, sondern darum, eine nachhaltige Kundenbindung herzustellen und Möglichkeiten für Networking anzubieten.

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