Wien: ECR 2021 – Ein Paradekongress in Zeiten von Corona

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Als Sicherheitsmaßnahme wurde ein ausgeklügelter Präventionsplan umgesetzt. Fotos: ESR, Dominik Walchshofer

Von 03. bis 07. März 2021 ging der Europäische Radiologiekongress ECR in Wien rein virtuell und mit zahlreichen Innovationen in Sachen Design, Technologie und Präsentationsweise über die Bühne, und trotzte dabei dank durchdachtem Präventionsplan und zeitgemäßem Konzept den pandemiebedingt erschwerten Bedingungen auf beispielhafte Weise.

Die in Wien ansässige European Society of Radiology (ESR) hat sich mit der Umsetzung des European Congress of Radiology (ECR), einem der größten medizinischen Kongresse der Welt, selbst übertroffen. Der Kongress mit über 15.000 Teilnehmern und 2.421 Referenten fand in diesem Jahr virtuell statt und überzeugte mit innovativen Lösungen und einem Programm, das selbst fachfremdem Publikum einen Mehrwert bot.

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Mindestabstand und Maskenpflicht – Aufnahmetechniker im Palais Hansen Kempinski.

„Der diesjährige ECR hat gezeigt, dass die Meeting Destination Vienna auch in herausfordernden Zeiten Akzente in der globalen Tagungsindustrie setzt. Durch die innovative Umsetzung hat der ECR neue Maßstäbe für medizinische Online-Meetings gesetzt, gleichzeitig wurde die internationale Strahlkraft Wiens als Meeting-Metropole gestärkt. Wir haben uns über die mehr als 15.000 Teilnehmer an der virtuellen Ausgabe des Radiologiekongresses gefreut, noch mehr freuen wir uns jedoch schon jetzt auf die nächste physische Tagung des ECR in Wien“, so Christian Woronka, Leiter des Vienna Convention Bureau.

MindestAbstand, Maskenpflicht und TÄGLICHE TESTS

„Gesendet“ wurde live über die ESR-eigene Streaming-Plattform „ESR Connect“ aus einem Studio im Wiener Palais Hansen Kempinski, die den Teilnehmern via State-of-the-Art-Technologie eine hochmoderne interaktive Erfahrung – live auf fünf Kanälen – bot. Dafür wurde für Vortragende und Mitarbeiter vor Ort ein ausgeklügelter Covid-19-Präventionsplan entwickelt, die u. a. täglichen Schnelltests unterzogen wurden.

Wien als globale, virtuelle Schnittstelle

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Prof. Dr. Michael Fuchsjäger, Präsident der ESR, eröffnet den ECR 2021

Während die Kanäle 2 bis 5 dem wissenschaftlichen Austausch dienten, fungierte „Channel N° 1“ als zentrale Informations- und Unterhaltungsplattform, über die sich im Rahmen der „Pop-Up World Tour“ ausgewählte Referenten aus aller Welt an die Teilnehmer des ECR wandten. Ebenfalls auf der Agenda: körperliches und geistiges Wohlbefinden im Rahmen des neu entwickelten In-Focus-Programms. Hierbei behandelten interdisziplinäre Vorträge Themen wie Resilienz, Achtsamkeit und Stressbewältigung. Ferner luden interaktive Kurse in Yoga, Qigong und Aikido zum Mitmachen ein, um vor allem medizinischen Kräften, die dieser Tage unter besonderer Belastung stehen, ein gesundheitsförderndes Angebot zu machen, das auf hohe Resonanz stieß. Entsprechend ist in Planung, besonders erfolgreiche Formate dieser virtuellen Ausgabe auch nach Corona in der Zukunft fortzuführen.

Comeback in Wien 2022

Mit etwas Glück gibt es auch schon bald ein Wiedersehen beim ECR. Wenn es Corona zulässt, soll von 1. bis 3. Juli 2021 eine hybride ECR Summer Edition in Wien stattfinden. 2022 schließlich will der ECR wieder als physischer Event ins Austria Center Vienna zurückkehren.

Weitere Informationen zum ECR auf https://www.myesr.org/congress/ecr-2021-statistics.

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