Monaco auf dem Weg zur „Smart Principality“

Fürstentum wird erster europäischer Staat mit flächendeckendem 5G.

Winter sunset sky and clouds over the Principality of Monaco.
Foto: Crevisio

München, 18. Juli 2019. Das Fürstentum Monaco hat als erster Staat in Europa eine landesweite Abdeckung mit dem ultraschnellem mobilen Internet 5G erreicht. Das Vorreiterprojekt ist Teil des „Extended Monaco“-Programms der Regierung, das den Stadtstaat in ein neues digitales Zeitalter führen soll. Darüber hinaus wurden weitere Entwicklungskonzepte präsentiert, deren Ziel es ist, den technologischen Fortschritt und das Thema Nachhaltigkeit im Fürstentum voranzutreiben und den Stadtstaat effizienter zu machen.

„5G ist nicht nur eine verbesserte Version von 4G, sondern ein Paradigmenwechsel“, erklärt Frédéric Genta, Country Chief Digital Officer im Fürstentum Monaco. „Während sich alle früheren Generationen auf Telekommunikation und den Austausch zwischen Individuen konzentriert haben, ermöglicht 5G die Integration digitaler Technologien in alle Bereiche unserer Gesellschaft und Wirtschaft.“ Die ultraschnelle mobile Internetleistung wird mittels eines präzisen Netzwerks implementiert und stellt die Weichen für die digitale Transformation in Monaco. In technischer Hinsicht verspricht 5G die Verzehnfachung der Mobilfunkgeschwindigkeit und eine Reduzierung der Verbindungszeiten um das Zehnfache.

Umittelbare Umsetzung des „Smart Principality“-Konzepts

Im Rahmen des „Extended Monaco“-Programms geht das Fürstentum einen weiteren Schritt: Auf dem markanten Felsen Le Rocher fährt derzeit ein selbstfahrendes Elektro-Shuttle, das Anwohner und Touristen gleichermaßen nutzen können. „Ziel dieses Experiments ist es, die Nutzung von Personenkraftwagen zu reduzieren, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen und sanfte Mobilitätsformen zu fördern“, sagte Marie-Pierre Gramaglia, Ministerin für öffentliche Bauvorhaben, Umwelt und Stadtentwicklung von Monaco, als sie die neue Initiative vorstellte. „Wenn das Experiment erfolgreich ist, werden wir mit der Entwicklung dieses Verkehrsmittels fortfahren. Es könnte eine Lösung dafür sein, den kostenbedingten Mangel an Nachtbussen zu beheben oder Strecken zu bedienen, in denen die Stadtbusse nicht fahren können“, führt sie weiter fort. Genta bekräftigt seinerseits, dass „der Verkehr von morgen sowohl kurz- als auch mittelfristig zwangsläufig fahrerlos sein wird.“ Als Gründe nennt er in erster Linie die Verkehrssicherheit: „Diese Shuttles ‚trinken‘ nicht und brechen weder das Tempolimit noch schneiden sie andere Fahrzeuge. Sie tragen aber auch dazu bei, die Überlastung der Parkplätze zu reduzieren“, so Genta. „Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Shuttle rund um den Rocher keine Revolution – jedoch ist es ein entscheidender Schritt zur Gestaltung des Verkehrs in der Zukunft.“ Im Oktober wird das Shuttle auch für Transfers zwischen dem Konferenzzentrum Grimaldi Forum und verschiedenen Hotels zur Verfügung stehen, was der MICE-Branche neue Möglichkeiten eröffnet.

Am vergangenen Freitag, den 12. Juli 2019, hat seine Durchlaucht Fürst Albert II von Monaco MonaBike lanciert. Ziel des neuen E-Bike Sharing-Programms ist es, das Radfahren zu fördern, die E-Bike-Abdeckung innerhalb des Landes zu verbessern und die Kapazität der vorhandenen Fahrradstationen zu erhöhen. 300 Räder, verteilt auf 32 Fahrradstationen, stehen ab sofort zur Verfügung. Dank der Einführung einer neuen Smartphone-App profitieren nunmehr nicht nur Stammkunden von diesem Service – auch Besucher des Fürstentums können ihn in Anspruch nehmen.

www.visitmonaco.com

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