Reportagen

Spannende Konzepte in der Hauptstadt

Berlin boomt … Und das nicht nur, weil erst kürzlich William und Kate — Herzog und Herzogin von Cambridge und heiße Anwärter auf den britischen Königsthron — zu Gast in der Haupt-stadt waren. Die MICE-Branche ist von Berlin überzeugt. Das belegt auch das aktuelle ICCA-Ranking. Hinter Paris, Wien und Barcelona rangiert die Spree-Metropole auf Rang 4 im weltweiten Vergleich, gemessen an der Anzahl der organisierten Kongresse — ganze 196 fanden im letzten Jahr in Berlin statt.

Aber nicht nur ihre Kapazitäten machen die Stadt so interessant. Die lebendige und aktive Fashion-Szene und der Ruf als eine einfach „coole“ Stadt wirken weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Dass man sich daher in Berlin nicht mit 08/15 durchsetzt, beweist die 24/7 Event GmbH. Unter dem Dach der Event-agentur stehen insgesamt vier Locations – eine eröffnete erst kürzlich – zur Verfügung, die Planer in Berlin auf der Agenda haben sollten.

Spindler&Klatt

Top-Location direkt an der Spress: Das Spindler & Klatt überzeugt durch großzügige und sehr flexible Möglichkeiten, Foto:

DDR-Charme at its best

Berlin lebt durch seine Geschichte. Die Teilung der Stadt ist nicht nur im negativen Sinne immer noch spürbar. Der Geschichte Tribut zollen, dabei jedoch die positiven Aspekte betonen – das ist der design-technische Ansatz im Haus Ungarn. Im März 2014 eröffnete diese einzig-artige Location in direkter Nähe zum Alexanderplatz. Durch die 50 m langen Fensterfronten liegen außerdem das rote Rathaus sowie der Fernsehturm direkt vor den Augen der Gäste und Teilnehmer. Den Namen verdankt die Location ihrer Geschichte. Vor der Wende war hier das ungarische Kulturinstitut ansässig.

Mit den Jahren, und das bereits zu DDR-Zeiten, entwickelte sich das Zentrum zum Ort für Andersdenkende und Intellektuelle der Deutschen Demokratischen Republik. Aber auch nach dem Mauerfall behielt das heutige Haus Ungarn seine Bedeutung als Treffpunkt für Denker: Insgesamt 9.000 Bände in ungarischer und deutscher Sprache standen in der Mediathek des Cafés. Darüber hinaus wurden landestypische Spezialitäten angeboten. Die bis dato letzte Bestimmung erfuhr der Bau, dessen Eingang sich neben dem Skatershop Titus auf der Karl-Liebknecht-Straße befindet, dann 2014: Mit der Eröffnung als Special-Event-Location wurde dem ersten Stockwerk des Gebäudes im wahrsten Sinne des Wortes neues Leben einge-haucht. Seitdem haben viele verschiedene Events stattgefunden. Vom kleinen Boardmeeting in einem der Breakout-Räume über Konferenzen und Präsentationen bis hin zu Events mit bis zu 1.500 Personen anlässlich der Berliner Fashion Week haben die 1.400 qm erlebt.

Ein absoluter Eye-Catcher ist dabei sicherlich der Boden. Ihn einfach als Beton zu bezeichnen, wäre fast schon eine Beleidigung. Denn der hochglänzende Beton-Boden hat wirklich Charme und gibt den gesamten Räumlichkeiten gleichzeitig eine Prise Industrie-Schick und Loft-Charakter. Auch wenn das Mobiliar selbstverständlich austausch- und auf individuelle Ansprüche anpassbar ist, sollten die Sofas und goldenen Rednerpulte, wenn möglich, genutzt werden. Dann entsteht ein homogenes Raumgefüge, dass einerseits in die Zeit der DDR zurückversetzt, aber andererseits nichts an modernem Komfort und technischen Notwendigkeiten vermissen lässt.

Sehr praktisch für Planer ist die Tatsache, dass sich die Räumlichkeiten sowohl im Gesamten als auch einzeln nutzen lassen. Bindeglied ist das 430 qm große Foyer, das sich bei Bedarf unterteilen lässt. Hierher gelangt man über das geräumige Treppenhaus, das außerdem die Garderobe beherbergt. Das Foyer eignet sich hervorragend für zwanglose Get-together oder stimmungsvolle Evening-Events. Normalerweise sind Säulen innerhalb eines Raumes heute nicht gern gesehen. Im Haus Ungarn bieten sie jedoch die Grundlage für das vollflexible Riggingsystem sowie das Sound- und Lichtkonzept, welches sich dadurch ebenfalls vollständig an die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden anpassen lässt.

Wenn Geschichte nicht ausgelöscht wird  …

Bei der Renovierung des sogenannten Kinos führten ausschließlich technische Neuerungen die Veränderung herbei. Der gesamte Charme aus Vor-Wende-Zeiten wurde erhalten. Fischgrät-Parkett und dunkle Holzelemente an Decke und Wand bestimmen das Bild. 124 qm Boden-fläche und eine 40 qm großen Bühne stehen zur Verfügung. Ein wahrer Pluspunkt ist die Akustik des Raumes, der sich -dadurch vorrangig für Präsentationen, kleinere Konferenzen und Vorträge eignet. -Technisch gesehen verfügt das Kino über eine Leinwand, sowie ein vollumfängliches Soundsystem.

Weitere 150  qm stehen in den hinteren Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese sind bei Bedarf auch vollständig autark aufgrund eines weiteren Eingangs bespielbar. Durch die galerie-ähnliche Architektur sind verschiedenste Veranstaltungsformate, von Ausstellungen über Workshops bis hin zur Nutzung als Showroom möglich.

Den gesamten Artikel von Anna-Lena Gras lesen Sie in unserem Magazin.