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Aktuelles - 23.09.2008 - Tophotels: Weltweiter Trend zum Luxussegment Bauboom in Nahost
23.09.2008
Tophotels: Weltweiter Trend zum Luxussegment Bauboom in Nahost

Wenn Ende September das neue Superresort Atlantis in Dubai (1.529 Zimmer) eröffnet, dann ist dies nur eines von 96 (!) Hotelprojekten in der Handelsmetropole am Arabischen Golf.
In den nächsten Jahren kommen in Dubai knapp 42.000 Zimmer im First-Class- und Luxusstandard auf den Hotelmarkt.

Der Hotelbauboom von Dubai ist damit die treibende Kraft im starken Wachstum im Nahen Osten. Die Zahl der Tophotels steigt in den nächsten fünf Jahren um 21 Prozent  soviel wie sonst nirgends, wie aus einer Marktuntersuchung von tophotelprojects.com® hervorgeht. Weltweit wächst die Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie um über 2.570 Häuser, das sind 7,13 Prozent des Gesamtmarktes.

Das starke Wachstum in der Top-Hotellerie geht mit dem Zuwachs im internationalen Tourismus einher. Wir beobachten seit mehreren Jahren ein Ansteigen an großen Hotelprojekten an allen wichtigen Reisedestinationen, berichtet Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert Deutschland und Initiator von tophotelprojects.com®. Der Daten- und Rechercheservice bietet die vollständigen Projektdaten inklusive Ansprechpartner und Hintergrundinformationen zu den großen Hotelbauprojekten weltweit.

Im Segment der Luxushotels wächst die Zahl der Häuser weltweit um 16 Prozent. Bei den First-Class-Hotels nimmt der globale Bestand um über vier Prozent zu. Der Markt der Tophotels in Nordamerika/Karibik und Asien/Pazifik steigt um jeweils 13 Prozent. In Europa ist aufgrund der hohen Marktsättigung nur ein Wachstum von vier Prozent drin.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es derzeit 378 Luxus- und 5.631 First-Class-Hotels. Knapp über 400 neue Tophotels werden in den nächsten Jahren eröffnet. Damit wächst der Bestand der Fünf-Sterne-Häuser im deutschsprachigen Raum um knapp 25 Prozent und die Zahl der Vier-Sterne-Hotels steigt um 5,5 Prozent.

Dem nationalen Markt gehen die Fachkräfte aus

Die Locations werden also immer mehr  aber wer wird dort arbeiten? Der Wandel vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt ist anscheinend in vollem Gange. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland e. V. (HDV). Wer kompetente Fachkräfte sucht und Personal halten möchte, muss seinen Mitarbeitern heute mehr bieten als bislang üblich.

In einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern der HDV gaben 72 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen bereits heute vom Fachkräftemangel betroffen sei. Wiederum 57 Prozent der Betroffenen rechnen daher sogar mit Umsatzeinbußen zwischen geschätzten 5 bis hin zu satten 30 Prozent. Kompetente, gut ausgebildete Mitarbeiter sind demnach Mangelware  über alle Hierarchien hinweg vom Zimmermädchen bis zum Hotelmanager. Den größten Mangel gaben die befragten Hoteldirektoren aktuell im Bereich Service und Küche an, aber auch auf Managementebene und im Verkauf scheint die Nachfrage inzwischen größer als das Arbeitskräfteangebot.

Fast drei Viertel der Befragten sehen eindeutig Handlungsbedarf; Forderungen reichen von neuen Werbestrategien und Imagekampagnen bis hin zu höheren Steuerfreibeträgen und geringeren Lohnnebenkosten. Mit Weiterbildungsangeboten, Investitionen in Betriebsklima und Firmenimage, außertariflicher Entlohnung und Bonussystemen wollen die Hoteliers ihrerseits langfristig dem Mitarbeiterschwund entgegenwirken. Das Park Inn Berlin Alexanderplatz zum Beispiel setzt u.a. auf erfolgsgebundene Prämiensysteme. Selbst der Kellner oder Rezeptionist wird in die Verantwortung genommen.

Demografie und Branchenwachstum, so schätzen viele Mitglieder der Vereinigung, werden die Situation weiter verschärfen. Sogar in Regionen und Hotels, die bislang nicht vom Fachkräftemangel betroffen sind, ist das Thema präsent. Das Problem wird kommen heisst es, denn Bewerberfluten wie früher gebe es mehr. Fazit des HDV: Ein Hotel muss sich heute als Arbeitgeber profilieren, Sie müssen als Arbeitgeber so gut sein, dass es sich herumspricht.


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