Besucher des Aschaffenburger Automuseums Rosso Bianco kennen sie schon lange: die roten ROBIC-Info-Terminals im Roboter-Look, die einem auf ihren Bildschirmhelmen die Sportwagen des Museums per Bildserie, Video und Text nähe
Mit ihrer Einführung 1988 hatte das Museum als erstes seiner Art interaktive Multimedia-Stationen zur selbst wählbaren Informationsabfrage eingesetzt, als eine Art elektronischer Museumsführer. Entwickelt hatte sie der Mitbetreiber des Museums, Hans-Holger Frenzel, Werbemann und Bildplatten-Pionier der ersten Stunde.
Als Folgeentwicklung entstand aus diesen figürlichen Wesen nun eine neue Terminalgeneration, die ihren starren und stummen Kollegen, aber auch allen anderen aus Kaufhäusern bekannten Informationsstationen, einen wichtigen Faktor voraushatte: die menschenähnliche Ansprache mittels Comic-Gesicht vom Bildschirm sowie Kopf- und Armbewegungen. Heraus kamen nach mehrjähriger Erfindertätigkeit neuartige Info-Roboter, die Passanten recht lebendig über ihr abrufbares Info-Angebot unterrichten und sie dann zur Nutzung dieser Inhalte animieren. Es entstand eine ganze SHOWmax-Familie, deren Figuren jede Form und Größe annehmen und für die vielfältigsten Branchen und Einsatzarten konzipiert werden können; so auch für den Einsatz auf Messen. Zur Realisierung dieser neuen Aktivrolle brachte ihr Entwickler die Schnittstelle Mensch - Technik nochmals neu auf den Prüfstand; Ziel war die Verbesserung des Nutzungsgrades der Kaufhaus- und Baumarkt-Info-Systeme.
Die patentrechtlich umfassend geschützten Info-Roboter sollten für ihr Debüt eine prominente Schaubühne erhalten. Was lag näher, als sie dem Jahr der Technik, einer Veranstaltungsreihe in elf Städten, entwickelt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie weiteren Projektpartnern, zur Verfügung zu stellen und dabei gleich deren Erkennungssymbol, ein farbig gestreiftes T, per Gesicht und Bewegung lebendig werden zu lassen. Die Idee wurde von den Veranstaltern positiv aufgenommen: Der TECHmax genannte T-Roboter gab daraufhin bei der Schlüsselveranstaltung der Mehr-Städte-Tournee in Düsseldorf sein Debüt.
Seine Kommunikationsaufgabe, möglichst viele Passanten auf die verschiedenen Aktionen in der Stadt hinzuweisen, hat er mit Bravour erfüllt. Besonders die Zielgruppe der Jugendlichen, die es für technische Berufe zu interessieren galt, umlagerte ihn ständig und nutzte wie selbstverständlich sein interaktives Angebot.
Nun ist der TECHmax-Roboter auf Tournee, war im Juli in Dresden, und wird ab September in Duisburg, Darmstadt, Gelsenkirchen, Stuttgart und München zu sehen sein. Ein Ziel wurde schon auf der Schlüsselveranstaltung in Düsseldorf erreicht: Zum speziellen Tag der Technik wurde das Motto der Aktion Zukunft made in Germany quicklebendig dargestellt per Technik, versteht sich.
Die SHOWmax-Roboterfamilie entstand bei mehreren Projektpartnern aus dem Rhein-Main-Gebiet. Der gesamte Mechatronic-Bereich stammt von Thomas Zenglein Industrie-Automation aus Hösbach, das Comic-Gesicht des TECHmax animiert das digimice-Team in Neu-Isenburg, die T-Figur entstand bei Isinger Merz in Wiesbaden, die Multimedia-Ausstattung stellte Videotronic International, Rastatt, zur Verfügung.
Internet: http://www.showmax.de