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Aktuelles - 28.11.2007 - Messelandschaft sorgt sich um den demografischen Wandel 
28.11.2007
Messelandschaft sorgt sich um den demografischen Wandel 


Die EMECA als Vereinigung führender europäischer Messeplätze hat sich zum Ziel gesetzt, den Messestandort Europa zu stärken, damit er seine Position in der Welt behalten kann. Dafür müssen die Messekonzepte kontinuierlich angepasst, innovative Dienstleistungen für Aussteller und Besucher entwickelt und die Infrastruktur der Messeplätze auf hohem Niveau weiter ausgebaut werden, erklärte Marc Granier EMECA-Präsident und CEO der Messeplätze Paris Nord und Le Bourget anlässlich einer Pressekonferenz in Brüssel.
Die gemeinsam mit den Universitäten Mailand und Brescia erstellte Studie zur Bewegungsfreiheit von Besuchern auf europäischen Messegeländen soll hierzu nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Europa einen wichtigen Beitrag liefern.
Messen und Ausstellungen in Europa erleben derzeit offenbar wieder einen Boom. Demnach beteiligten sich im Jahr 2006 über 43,5 Millionen Besucher und rund 388.000 ausstellende Unternehmen an den 1.200 Messen und Ausstellungen auf den EMECA-Mitgliedsplätzen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von rund neun Prozent beim Besuch und von 14 Prozent bei den Ausstellern. Auch für das Jahr 2007 zeichnen sich ähnliche Wachstumsraten ab. Europa verteidigt damit eindrucksvoll seine Position als Marktführer im globalen Messewesen, so Granier weiter.
Von den 45 Messegesellschaften weltweit, die über mehr als 100.000 m² Ausstellungsfläche verfügen, befinden sich allein 34 in Europa. 19 sind Mitglied der European Major Exhibition Centres Association EMECA. Europa hat damit einen Weltmarktanteil von rund 75 Prozent. Diesen Vorsprung gelte es zu halten und zu verteidigen; dazu gehöre auch, den besten Service für Aussteller und Besucher zu bieten. Ein wichtiges Kriterium hierbei ist die Bewegungsfreiheit von Besuchern. Anlässlich des von der EU ausgerufenen Jahres der Chancengleichheit für alle hat die EMECA deshalb eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, die dieses Kriterium untersuchen sollte.
Die Details der Untersuchung sind aus mehreren Gründen wichtig für die weitere Entwicklung der EMECA-Gelände: In Europa gleicht die Alterspyramide mehr und mehr einem Dreieck, das auf dem Kopf steht. Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Aussteller- und Besucherstruktur. Daher wird es zum Beispiel notwendig sein, für mehr Ruhe- und künftig auch Erfrischungszonen bei Veranstaltungen zu sorgen. Die Studie zeigt uns Optimierungspotential, beispielsweise beim Stauraum für Gepäck oder bei der fußläufigen Entfernung der Parkplätze zum Messeeingang , führt Marc Granier aus.
In den kommenden Monaten will die EMECA den EU-Verantwortlichen die Studie näher vorstellen. Darüber hinaus soll im Frühjahr 2008 ein Treffen mit Technikabteilungen der EMECA-Mitgliedsplätze stattfinden  um die Ergebnisse der Studie in künftige Bau- und Renovierungsplanungen einfließen zu lassen.

Über EMECA
Insgesamt führen die 19 EMECA-Plätze  siehe oben  jährlich rund 1.200 Messen durch. Nach eigenen Schätzungen generieren die ausstellenden Unternehmen einen Umsatz von rund 800 Mrd. Euro durch ihre Messebeteiligung. Laut einer KMPG-Studie liegen die volkwirtschaftlichen Effekte, ausgelöst durch Messen auf den EMECA-Plätzen, bei rund 16 Milliarden Euro. Das sichert über 360.000 Arbeitsplätze in Europa.
Die EMECA reagiert mit ihrer Arbeit auf die sich immer stärker beschleunigenden Veränderungen im Messesektor und in der gesamten Wirtschaft. Die Ziele sind klar: Nutzen für das Messewesen in Europa, Nutzen für unsere Kunden, Nutzen für die EMECA-Mitglieder, erklärt Bernd A. Diederichs, EMECA-Vizepräsident Kommunikation und CEO der NürnbergMesse. Darüber hinaus wollen wir verstärkt Gespräche mit der Europäischen Kommission in Brüssel führen. Die Themen beginnen beim Schutz des geistigen Eigentums auf Messen und reichen bis hin zu Sicherheitsanforderungen und der Frage der Barrierefreiheit unserer Messegelände ergänzt Michael von Zitzewitz, Vorstandsvorsitzender der Messe Frankfurt und als EMECA-Vizepräsident verantwortlich für die Beziehungen zur Europäischen Union.
Das EMECA-Board besteht aus dem Präsidenten Marc Granier (CEO Paris-Nord Villepinte und Le Bourget), René Kamm (CEO Messe Schweiz AG) als Vizepräsident Strategie und Entwicklung, Michael von Zitzewitz (Vorstandsvorsitzender der Messe Frankfurt) verantwortet als Vizepräsident die Beziehungen zur Europäischen Union, Bernd A. Diederichs (CEO NürnbergMesse) fungiert als Vizepräsident Kommunikation. Schatzmeister ist EMECA-Vizepräsident Juan Carlos Gomez (Generalsekretär IFEMA Madrid).

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