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Aktuelles - 05.08.2009 - Hohe Rückgänge der Auslandsnachfrage belasten den Hotelmarkt 20...
05.08.2009
Hohe Rückgänge der Auslandsnachfrage belasten den Hotelmarkt 2009

Der deutsche Hotelmarkt konnte sich in der seit ca. 9 Monaten andauernden Wirtschafts- und Finanzkrise noch relativ gut behaupten.
Erst seit Juni machen sich deutlichere Rückgänge bemerkbar, die vor allem der Zurückhaltung im internationalen Geschäfts-, Messe- und Kongressreiseverkehr zuzuordnen sind.
Von den Nachfragerückgängen betroffen sind vor allem die Städte, in denen infolge der euphorischen Markteinschätzung in der Vergangenheit zusätzliche Hotelkapazitäten ihren Betrieb aufnehmen. Gerade die Nachfrage aus dem Ausland, die vor allem den deutschen Städten in den letzten Jahren hohe Zuwächse bescherte, ist infolge der weltweiten Wirtschaftskrise massiv eingebrochen. Die deutschen Messe- und Kongressmetropolen sind von dieser Entwicklung am stärksten betroffen. Am besten behauptet sich zurzeit München mit immer noch vergleichsweise hohen Auslastungsquoten und einer guten Preisstruktur.

2008 noch Zuwächse zu verzeichnen

Das vergangene Jahr schloss aufgrund eines starken ersten Halbjahres für die deutsche Hotellerie insgesamt mit einem Übernachtungsplus von 1,7 % ab. Die 200 umsatzstärksten Betriebe konnten ihren Netto-Gesamtumsatz bei gestiegenen Room Rates trotz leicht sinkender Kapazitätsauslastung gar um 2,7 % auf 6,5 Mrd.Euro anheben. Deutlich gedämpfter fallen die Erwartungen für das laufende Jahr aus. Die amtliche Statistik weist für die Branche im ersten Halbjahr 2009 ein Übernachtungsminus von 3,6 % aus; die Ausländernachfrage sank sogar um 8,2%.
Vor diesem Hintergrund sind die umfangreich geplanten Projektentwicklungen eher mit Skepsis zu betrachten. BulwienGesa geht auf der Grundlage aktueller Planungen bis zum Jahr 2013 von einem bundesweiten Zuwachs um rund 40.0000 Hotelzimmer aus - wobei VIVICO, Hochtief und die GBI derzeit den Entwicklungsmarkt dominieren. Dabei wird sich die Angebotserweiterung auch in den kommenden Jahren auf die Großstädte konzentrieren, angeführt von Berlin, Hamburg und München. Das derzeit größte in der Entwicklung befindliche Projekt ist das Scandic Hotel Berlin mit 575 Zimmern.
Bei weiterer Nachfragezurückhaltung der ausländischen Märkte werden die Städte von den Folgen der Wirtschaftskrise besonders betroffen sein, so die Prognose. Die sich zuletzt immer stärker abzeichnenden Trends zu kürzerer Aufenthaltsdauer, steigendem Preisbewusstsein bei gleichzeitig wachsenden Qualitätsansprüchen und kurzfristigem Buchungsverhalten werden sich demnach weiter verstärken.

Eine umfangreiche Analyse der Angebots- und Nachfrageentwicklung in der deutschen Hotellerie bietet die aktuelle Dokumentation Der Hotelmarkt in Deutschland 2009, die zum 23. Mal in Folge erscheint. Die komplette Studie (Euro 89,- zzgl. MwSt.) kann über ghh consult GmbH (Wiesbaden) bezogen werden: www.ghh-consult.de

Internet: http://www.ghh-consult.de

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